Zimt ist nicht gleich Zimt – und der in dieser Tasse ist der seltene
Im Gewürzregal der meisten Haushalte steht ein Zimt, der eigentlich falsch etikettiert ist. Nicht illegal, nicht gefährlich – nur nicht das, wofür ihn die meisten Menschen halten. Fast der gesamte Zimt, der weltweit verkauft wird, stammt von einem anderen Baum als der, den Historiker und Gewürzhändler jahrhundertelang mit "echtem Zimt" meinten.
Der echte heißt Ceylon-Zimt. Und er wächst fast ausschließlich in einem Land: Sri Lanka.
Genau dort beginnt auch die Geschichte von Soul of Sri Lanka – einem Schwarztee, der sich diesen Zimt nicht als exotisches Beiwerk borgt, sondern als eine von zwei Zutaten verwendet, die tatsächlich aus demselben Land stammen.
Kurz zusammengefasst
- Was: Ceylon-Schwarztee (OP-Qualität), aromatisiert mit Zimt, Ingwer und weiteren Gewürzen
- Herkunft: Sri Lanka
- Geschmacksrichtung: warm, würzig, zimtbetont
- Besonderheit: enthält echten Ceylon-Zimt statt der handelsüblichen Cassia-Sorte
- Zubereitung: 100 °C, 3–5 Minuten, 12–15 g Tee pro Liter Wasser
- Nährwert: ca. 2 kcal pro 100 ml
Cassia oder Ceylon: Der Unterschied, den kaum jemand kennt
Was in Supermarktregalen, Backwaren und den meisten Gewürzmischungen als "Zimt" verkauft wird, ist in aller Regel Cassia-Zimt – er stammt hauptsächlich aus China, Indonesien oder Vietnam, schmeckt kräftiger, süßlicher und ist deutlich günstiger in der Herstellung.
Ceylon-Zimt dagegen stammt von einem eigenen Baum, Cinnamomum verum, und wird fast ausschließlich in Sri Lanka angebaut – daher auch der Name, der sich vom historischen Ländernamen Ceylon ableitet. Er schmeckt feiner, holziger, weniger süß-dominant und enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt. Cumarin steht in größeren Mengen im Verdacht, die Leber zu belasten, weshalb Behörden wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung insbesondere bei Cassia-haltigen Produkten wie Weihnachtsgebäck zur Mäßigung raten. Für eine Tasse Tee ist das ohnehin kein Thema – aber es erklärt, warum die Unterscheidung überhaupt gemacht wird.
Kurz: Wer schon einmal Ceylon-Zimt probiert hat, hat wahrscheinlich gemerkt, dass er nicht "wie Zimt" schmeckt – er schmeckt wie eine mildere, komplexere Version davon.
Was "Ceylon OP" beim Tee wirklich bedeutet
Der zweite Missverständnis-Kandidat: OP in Ceylon OP hat nichts mit "orange" im Geschmackssinn zu tun. Es steht für Orange Pekoe, eine traditionelle Klassifizierung für die Blattgröße und -qualität von Schwarztee, keine Geschmacksangabe. Der Name geht vermutlich auf das niederländische Königshaus Oranje-Nassau zurück, das im historischen Teehandel mit Premiumqualität in Verbindung gebracht wurde.
Ceylon OP bezeichnet also gerollte, vollständige Blätter aus dem Hochland Sri Lankas – eine der klassischen Qualitätsstufen für Ceylon-Schwarztee, bekannt für ein kräftiges, aber nicht bitteres Aroma mit einer leicht malzigen Note.
Die Rezeptur: mehr als nur Tee mit Zimt
Soul of Sri Lanka kombiniert die Ceylon-OP-Basis mit einer ganzen Gewürzpalette: Ingwer, Zimtstangen, Ceylon-Zimt, schwarzer und rosa Pfeffer, natürliches Zimtaroma, Kardamom, Muskat und Vanille. Das Ergebnis ist ein warmer, runder Geschmack – die Schärfe von Ingwer und Pfeffer trifft auf die Süße von Vanille und die holzige Tiefe von echtem Zimt.
Aromatisiert wird ausschließlich mit natürlichen Aromen, die Zutaten stammen laut Herstellerangabe aus nachhaltigem Anbau.
Zubereitung
- Menge: 12–15 g Tee pro Liter Wasser
- Wassertemperatur: 100 °C – anders als bei Grün- oder Weißtee verträgt Ceylon-Schwarztee die volle Hitze
- Ziehzeit: 3–5 Minuten
- Nährwert: rund 2 kcal pro 100 ml, praktisch fett- und zuckerfrei (bezogen auf 3 g Tee auf 200 ml Wasser)
Wer die Gewürznote intensiver mag, zieht am oberen Ende der Zeitspanne; wer es milder bevorzugt, nimmt die kürzere Ziehzeit oder etwas weniger Tee.
Mehr als eine Tasse: die Verbindung, die bleibt
Soul of Sri Lanka gehört zur "Soul"-Linie von Alveus, bei der für jedes verkaufte Kilo Tee 10 € an ein Partnerprojekt im jeweiligen Herkunftsland gehen. Im Fall von Sri Lanka ist das Hellabeem – ein seit 2002 bestehendes Rehabilitations- und Ausbildungszentrum, das jungen Menschen zwischen 14 und 30 Jahren mit körperlichen oder sozialen Beeinträchtigungen den Weg in ein eigenständiges Leben ermöglicht. Die Arbeit dort stützt sich auf drei Bereiche: schulische und berufliche Bildung, Rehabilitation durch Physio-, Hydro- und Psychomotoriktherapie sowie psychosoziale Begleitung.
Der Mechanismus ist damit kein vages Wohltätigkeitsversprechen, sondern ein fester, nachvollziehbarer Betrag pro verkauftem Kilogramm – an ein Projekt im selben Land, aus dem auch der Tee und der Zimt stammen.
Häufige Fragen zu Soul of Sri Lanka
Was bedeutet "OP" bei Ceylon-Tee? OP steht für Orange Pekoe, eine Klassifizierung für Blattgröße und -qualität – keine Geschmacksrichtung.
Was unterscheidet Ceylon-Zimt von normalem Zimt? Handelsüblicher Zimt ist meist Cassia-Zimt aus China, Indonesien oder Vietnam. Ceylon-Zimt stammt von einem eigenen Baum (Cinnamomum verum), wächst fast ausschließlich in Sri Lanka, schmeckt milder und enthält deutlich weniger Cumarin.
Enthält Soul of Sri Lanka Koffein? Ja. Als Schwarztee auf Ceylon-Basis enthält er natürliches Koffein.
Wie viele Kalorien hat eine Tasse? Etwa 2 kcal pro 100 ml zubereitetem Tee – praktisch kalorienfrei.
Wohin fließt die Spende aus dem Verkauf? 10 € pro verkauftem Kilogramm gehen an Hellabeem, ein Rehabilitations- und Ausbildungszentrum für Jugendliche mit Behinderung in Sri Lanka.
Der Gedanke, der bleiben soll
Man kann diesen Tee einfach als würzigen Wintertee trinken – warm, zimtig, unkompliziert. Oder man weiß beim nächsten Schluck, dass zwei der Zutaten, Tee und Zimt, aus demselben Land stammen, in dem ein Teil des Kaufpreises gerade jemandem hilft, unabhängiger zu werden. Beides ist richtig. Keines davon muss man sich schönreden.
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